Gesetzesänderungen Motorrad ab 1. Januar 2021

Kein Direkteinstieg mehr in die unbeschränkte Kategorie A

  • Wer die leistungsstärksten Motorräder fahren will, muss künftig zuerst mindestens 2 Jahre ein auf 35 kW beschränktes Motorrad der Kategorie A fahren. Der Direkteinstieg in die stärkeren Motorradkategorien ist künftig nur noch für Personen möglich, die berufsmässig auf das Führen solcher Motorräder angewiesen sind, wie Motorradmechaniker, Polizisten oder Verkehrsexperten.

  • Art. 151 l Abs. 3 VZV
    Bewerber um die Kategorie A, die eine zweijährige Fahrpraxis mit der Kategorie A 35 kW nachweisen müssen, erhalten den Ausweis heute prüfungsfrei.
    Bewerber, die den Führerausweis der Kategorie A 35 kW beim Inkrafttreten des neuen Rechts vor 01.01.2021 bereits besitzen, erhalten den Führerausweis der Kategorie A nach dem Nachweis der zweijährigen klaglosen Fahrpraxis weiterhin prüfungsfrei Art: 24 Abs: 5 VZV.


Einführung der Motorrad-Kategorien gemäss EU-Richtlinien

  • Die schweizerischen Kategorien sollen mit jenen der EU harmonisiert werden, zudem soll das Mindestalter auf EU-Niveau gesenkt werden. Künftig sollen Motorräder der 125-er-Klasse bereits ab 16 Jahren geführt werden dürfen (heute in der Schweiz: ab 18 Jahren). Die neue EU-Klasse AM beinhaltet das Recht, Kleinmotorräder zu führen (Höchstgeschwindigkeit 45 km/h, Hubraum maximal 50 cm3 oder Leistung 4 kW). Sie wird in die Unterkategorie A1 integriert. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre (heute in der Schweiz: 16 Jahre). Keine Änderung gibt es beim Mindestalter für die Kategorie A beschränkt auf 35 kW (EU=A2), das bei 18Jahren bleibt.

Unbefristete Gültigkeit von Ausbildungen und Prüfungen

  • Einmal absolvierte Ausbildungen (wie der Kurs Verkehrskunde, die praktische Grundschulung für Motorradfahrer) und bestandene Prüfungen (Theorieprüfung, praktische Prüfung) gelten neu grundsätzlich unbefristet.


Gesetzesänderungen WAB  ab 1. Januar 2020

Es gelten folgende neue Regelungen

  • Wer einen Lernfahrausweis ab Ausstelldatum 1.1.2020 beantragt, muss die Weiterbildung innert 12 Monaten absolvieren.
  • Erwerber mit Lernfahrausweis Datum vor 1.1.2020 muss ebenfalls nur ein Tag Weiterbildung durchführen, diese innerhalb der Probezeit von 3 Jahren (Empfohlen wird jedoch 6 Monate nach bestandener Führerprüfung).
  • Die Weiterausbildung dauert 7 Stunden und wird an einem Tag durchgeführt.
  • Die Probezeit von 3 Jahren bleibt jedoch in beiden Fällen weiterhin bestehen.
  • Die Weiterausbildung soll die Kursteilnehmenden in die Lage versetzen, reaktionsschnell und sicher zu bremsen.
  • Die Grundsätze einer umweltschonenden und energieeffizienten Fahrweise anzuwenden.
  • Die Kenntnisse über die wesentlichen Einflussfaktoren von Unfällen, diese werden durch das Erleben von Fahrsituationen unter realitätsnahen Bedingungen simuliert.
  • Die Weiterausbildung muss für neurechtliche innerhalb von 12 Monaten nach der Erteilung des Führerausweises auf Probe besucht werden.
  • Wer die Weiterausbildung nicht innert 12 Monaten nicht besucht wird bestraft. (Neurechtliche)

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